Um die Idee in die Tat umzusetzen benötigte das Team eine erste Finanzierung. Erfahrt mehr über EXIST und unseren Weg dorthin.

 

Was ist ein EXIST-Gründerstipendium?

Dieses Stipendium vom Bundeswirtschaftsministerium wird für innovative Gründungen aus der Hochschule vergeben. Neben einer Finanzierung des Lebensunterhaltes der Gründer, stellt es Geld für den Bau von Prototypen bereit und (und das ist das allerbeste) es ermöglicht den Zugang zu den Ressourcen der Universität. So bekommt man ein Büro, Unterstützung von einem Mentor und kann zu jederzeit die Forscher zu seinen Entwicklungsproblemen befragen und die Mess- und Fertigungseinrichtungen der Universität nutzen.

 

Wie bekommt man ein EXIST-Gründerstipendium?

Um ein EXIST-Gründerstipendium zu bekommen, muss man an an einer Hochschule studiert oder gearbeitet haben und eine innovative Geschäftsidee haben. Zu dieser Idee benötigt man einen max. 25 seitigen Businessplan, der verdeutlicht was das innovative an der Idee ist und wie daraus Produkte oder Dienstleistungen werden und wie diese anschließend vermarktet werden könnten.

 

Wie bekam DUSCHRAFT ein EXIST-Gründerstipendium?

Nachdem David, Arvid und Stefan beschlossen hatten ein EXIST-Gründerstipendium zu beantragen haben die drei einen Plan aufgestellt um innerhalb von 3 Monaten (Ziel: Ende Oktober 2015) einen vollständigen Antrag für dieses Stipendium zu stellen. Neben vielen Formalitäten ist hierfür das Kernstück der Businessplan, der für die Idee geschrieben wurde. Hierzu haben die drei die geforderte Gliederung übernommen und die einzelnen Themen untereinander aufgeteilt.

 

Regelmäßige Arbeitstreffen in der Universitätsbibliothek Rostock

 

Schnell wurde jedoch klar, dass neben dem Studium / Job die Deadline kaum zu halten war. Auch die Verteilung der Themen hat eher schlecht funktioniert, da dass Team zwingend viele Ideen gemeinsam entwickeln musste. Deshalb haben die drei jeweils einen Tag in der Woche freigenommen und sich gemeinsam in der Universitätsbibliothek zum Arbeiten getroffen und so zahlreiche Wochen den Antrag regelmäßig weiterentwickelt.

 

Regelmäßige Arbeitstreffen in der Universitätsbibliothek Rostock

 

Nach diesen zahlreichen Stunden des Brainstromings standen recht bald die ersten Konzepte und Ideen und die Idee nahm konkrete Formen an.

Wirkte die Aufgabe einen solchen Businessplan zu schreiben zum Anfang noch sehr überflüssig und zeitraubend, wurde schnell klar, dass die gezielte Bearbeitung der einzelnen Punkte die Idee tatsächlich in extrem vielen Facetten weiterentwickeln konnte.

In dem langwierigen Schreibprozess haben wir regelmäßig zusammen mit den Beratern vom Zentrum für Entrepreneurship die einzelnen Teile analysiert und verbessert.

Patentrecherche!

Die Idee der Luftentfeuchtung mit dem kalten Wasser zur Vorbeugung vor Schimmel im Bad ist super logisch und vor allem sehr naheliegend. Daher war das Team super überrascht und glücklich, als eine professionelle Patentrecherche vom Patent- und Normenzentrum der Universität Rostock ergab, dass es keine Patente gibt, die der Idee im Wegen standen. Im Gegenteil ermöglichten die wenigen historischen Patente sogar die Chance ein eigenes weltweites Patent auf die Technologie anzumelden.

 

Kunden und Partner gesucht!

Das wohl wichtigste eines jeden Start-Ups sind die Kunden! Ohne potentielle Kunden und Partner macht keine Geschäftsidee wirklich Sinn. Deshalb haben die drei die Idee schon in der Konzeptphase regelmäßig bei Hotels, Eigenheimbesitzern, Architekten und Wohnungsgesellschaften präsentiert und deren Feedback eingeholt. Da die meisten angesprochenen Kunden sofort von der Idee begeistert waren, konnten die drei für den Antrag sogar Unterstützungsschreiben von verschiedenen Unternehmen bekommen. Somit konnte das Team den Entscheidern für das Stipendium deutlich zeigen: Die Idee hat Potential.

 

Mentor gesucht!

Eine weitere wichtige Grundlage für ein EXIST-Gründerstipendium sind die Mentoren.  Zum einen benötigt man einen wissenschaftlichen Mentor, um sicherzustellen, dass die zu entwickelde Technologie auch wissenschaftlich korrekt verfolgt wird und zum anderen benötigt man einen wirtschaftlichen Mentor. Der wirtschaftliche Mentor war mit Reinhard Schnepf vom bauXpert Schnepf schnell gefunden. Als erfahrener Baustoffhändler war Herr Schnepf sofort von der Idee begeistert und unterstützt das Team seither intensiv mit seiner langjährigen Erfahrung und berät gerne und offen bei anfallenden Problemen und strategischen Entscheidungen.

Weit komplizierter war die Auswahl eines wissenschaftlichen Mentors, aus der vielzahl der hochkarätigen Professoren der Universität Rostock. Das Team traf sich mit mehreren Hochschullehrern und entwickelte ein Scoring-Modell, um den besten Lehrstuhl auszuwählen. Der Gewinner dieses Prozesses war der Lehrstuhl für Fertigungstechnik von Prof. Dr. Martin-C. Wanner. Aufgrund der Kooperation des Lehrstuhls mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik bot dieser Lehrstuhl einen Fundus von knapp 66 Ingenieuren, die immer ein offenes Wort für technische Herausforderungen hatte. Auch bot die Aussicht auf die Nutzung der Klimalabors eine großartige Perspektive für die Produktentwicklung. 

Die damalige Entscheidung war keine Entscheidung gegen die anderen Lehrstühle, sondern fiel am Ende nur so leicht, da alle anderen Professoren auch unabhängig von dem Stipendium ihre dauerhafte Unterstützung zugesagt haben.

Letzter Schritt: finale Kontrolle und Abgabe

Kurz nach Weihnachten war es endlich soweit: Wir dachten unser EXIST-Antrag wäre fertig und könnte nun in die finale Kontrolle.

exist kontrolle1

In weiteren zahllosen Stunden und mit der Unterstützung von vielen Helfern hat es das Team dann geschafft den Antrag tatsächlich Mitte Januar 2016 abzuschließen.

 

exist kontrolle2 final

Jetzt dauerte es nur noch knapp 3 Wochen bis zur Unterschrift von allen Entscheidern in der Universität und das Hoffen konnte losgehen. 

 

Mittlerweile war die Idee so ausgereift und das Team bis in die Haarspitzen motiviert, dass klar war:

Selbst wenn das EXIST-Stipendium nicht klappen sollte, ziehen wir das jetzt durch! :-)